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Maßnahme

Körnerleguminosenanbau im Mittelgebirge

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Eichigt / Vogtland

Im Rahmen des EIP Projektes "Erprobung innovativer Anbaustrategien für ökologisch wirtschaftende Milchviehbetriebe in Mittelgebirgslagen" werden auf der Agrofarm 2000 GmbH in Eichigt / Vogtland von 2017 bis 2019 Feldversuche zu verschiedenen Fragestellungen durchgeführt.

Im Teilbereich Körnerleguminosen werden soll in einer Spaltanlage (Großparzellen: Winterkörnerleguminosen, Unterparzellen Rein- bzw. Gemengesaat der Körnerleguminosen) mit vier Feldwieder­holungen jeweils Rein- und Gemengesaaten der Körnerleguminosen geprüft werden, um im Gegensatz zu Gemengen der Körnerleguminosen mit Nichtleguminosen höchste Eiweißerträge je Flächeneinheit zu erzielen. Hierbei soll bei der Winterackerbohne die Neuzüchtung Agusta zurückgegriffen werden, deren Winterhärte durch ein Züchtungs­programm an der Universität Göttingen (Prof. Link) verbessert wurde. Gemenge aus Körnerleguminosen haben sich in einer laufenden Untersuchung der HTW Dresden (hier Gemenge aus Erbse und Schmalblättriger Lupine, Rose 2016) als ertragsstärker hinsichtlich des Proteinertrages als die jeweiligen Reinsaaten erwiesen, so dass hier bisher nicht geprüfte Gemenge von Körnerleguminosen neben Gemengen mit Getreide geprüft werden sollen.

Der Feldversuch dazu gestaltet sich wie folgt:

-  Winterkörnerleguminosen

  • Reinsaaten:
    • Winterackerbohne (Sorte Augusta)
    • Wintererbse (buntblühend)
  • Gemengesaat:       
    • Winterackerbohne/Wintererbse
    • Winterackerbohne/Wintererbse/Triticale

-  Sommerkörnerleguminosen

  • Reinsaaten:           
    • Sommerackerbohne
    • Sommererbse (weißblühend)
    • Schmalblättrige Lupine
  • Gemengesaat:       
    • Sommerackerbohne/Hafer
    • Sommererbse/Gerste
    • Sommererbse/Schmalblättrige Lupine

-   Anzahl Feldwiederholungen: 4, Anzahl Versuchsparzellen: 40
-   Prüfjahre: 2017/2018 und 2018/2019

-   Prüfmerkmale:

  • Erfassung des Grundnährstoffgehaltes des Bodens zur Versuchsanlage (1 Probe/Jahr)
  • Erfassung des Feldaufganges der Kulturen und deren Überwinterung (nach HOF-Kautz 2008 mit Einzelpflanzenmarkierung)
  • Bonitur des Pflanzenbestandes (Schaderreger) und Verunkrautung zu 2 Terminen je Vegetationsperiode
  • Erfassung des TM-Ertrages der Unkräuter zur Druschreife auf 1,5 m² je Parzelle
  • Kernparzellendrusch (15 m² je Parzelle) mit Erfassung des Ertragsanteiles Kornmasse im Gemenge
  • Bestimmung des N-Gehaltes im Korngut und Ermittlung des Proteinertrages je Flächeneinheit (60 N-Analysen je Jahr)

-   Versuchsfläche: 1200 m², Anlage und Drusch der Parzellen per Parzellentechnik (Saat und Drusch)

Die ersten Zwischenergebnisse werden zum Jahresende 2018 erwartet und dann unter anderem auf AgroPrak.de veröffentlicht.


Das Projekt wird gefördert als Pilot-Projekt im Rahmen der EIP-Agri:

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