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Maßnahme

Einsatz von Huminsäuren zur verbesserten Phosphoraufnahme bei Mais und Sonnenblumen

Boxberg/O.L

Im Rahmen des EIP-Projektes „Optimierung der Ertragsleistung klimaresilienter sommeranueller Kulturpflanzen in Sachsen (Sonnenblumen und Mais)“ werden im Zeitraum von 2018 bis 2020 an drei Standorten in Sachsen Feldversuche zum Anbau von Sonnenblumen und Mais durchgeführt. Das Projekt gliedert sich dabei in zwei Teilbereiche mit unterschiedlichen Fragestellungen auf.

Ein Ziel des Projektes ist es, durch spezifisch aufbereitete Huminsäuren der Green Sugar AG Meißen, die Seitenwurzelbildung und damit verbunden die Phosphoraufnahme von Mais und Sonnenblume auf gering mit Phosphor versorgten Böden zu erhöhen. Nach Mikrogefäßversuchen im Labor zur Erprobung der Huminsäuren sollen in den anschließenden Feldversuchen die besonders wirksamen Huminsäuren in der Praxis des konventionellen und ökologischen Landbaus getestet werden. Für die Feldversuche werden Ackerstandorte mit geringer P-Versorgung genutzt.

Die Feldversuche werden auf der Agrargenossenschaft Klitten und dem Landwirtschaftsbetrieb Steffen Morche in Hohendubrau druchgeführt.


Detailaufbau des Projektteils Huminsäuren

1.1 Gefäßversuche zur Huminsäurenwirkung

a)    Hydroponische Mikrogefäßversuche (02 bis 04/2018)

Prüfglieder:

  • 8 Huminsäuren + 1 Kontrolle
  • je 2 Sorten von Sonnenblume und Mais
  • 5-fache Wiederholung
  •  Einsetzen von Keimpflanzen in Lösung aus Wasser und Huminsäuren über 14 Tage, inges. 180 Gefäße

Prüfmerkmale:

  • Seitenwurzelanzahl zu drei Terminen
  • Seitenwurzellänge (< 1cm oder >1 cm) zu drei Terminen

 

b)    Gefäßversuche mit Boden (05/2018 bis 10/2018 und 05/2019 bis 10/2019)

Prüfglieder:

  • 4 Huminsäuren + 1 Kontrolle
  • je 1 Sorte von Sonnenblume und Mais
  • 5-fache Wiederholung
  •  6 kg P-armer Boden je Gefäß (Gehaltsklasse A), insges. 50 Gefäße

Prüfmerkmale:

  • Trockenmasseertrag Spross
  • N- und P-Gehalt im Spross
  • N- und P-Ertrag im Spross

1.2 Feldversuche zur Huminsäurewirkung (2018 bis 2020)

Prüfglieder:

  • 2 Huminsäuren mit je 3 Varianten der P-Düngung an zwei Standorten mit geringer P-Versorgung (Versorgungsklasse A oder B)
  1. Huminstoff IK (Kontrolle ohne P-Düngung)           
  2. Huminstoff IR (Kontrolle mit 50 kg P/ha als Rohphosphat [R])   
  3. Huminstoff IT bzw. IG (Kontrolle mit 50 kg P/ha als Trippelsuperphosphat [T] bzw. im ökologischen Landbau Grüngutkompost [G])       
  4. Huminstoff IIK (Kontrolle ohne P-Düngung)          
  5. Huminstoff IIR (Kontrolle mit 50 kg P/ha als Rohphosphat [R])  
  6. Huminstoff IIT bzw. IIG (Kontrolle mit 50 kg P/ha als Trippelsuperphosphat [T] bzw. im ökologischen Landbau Grüngutkompost [G])       
  7. Kontrolle (ohne P-Düngung, ohne Huminsäurenzugabe)       
  • 4-fache Wiederholung
  • insfes. 28 Parzellen je Standort
  • Parzellengröße: 3 m x 10 m = 30 m²

Prüfmerkmale:

  • Sprosstrockenmasse zur Erntereife (Handernte auf 2 m² je Parzelle)
  • Kornertrag über Parzellendrusch
  • N- und P- Gehalt bzw. N- und P-Ertrag der Pflanzen
  • Verwertungseffizienz des gedüngten Phosphors
  • Ölgehalt und Ölertrag der Sonnenblumen

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Versuch zur Huminsäurenwirkung, blühender Bestand am Standort Klitten (2018, Bild: H. Scharfstädt)

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Versuch zur Huminstoffwirkung am Standort Klitten (2018, Bild: H. Scharfstädt)


Die ersten Zwischenergebnisse werden zum Jahresende 2019 erwartet und dann unter anderem auf AgroPrak.de veröffentlicht.


Das Projekt wird gefördert als Pilot-Projekt im Rahmen der EIP-Agri:

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